Mitte bis Ende der Neunziger Jahre war ich noch zwischen blur und Oasis gefangen. Elektronische Klänge hatte ich noch nicht für mich entdeckt. Portishead bekam ich nur am Rande mit. TripHop, noch ruhiger und bedrückender als Massive Attack. Käuflich erworben habe ich von der Band aus Bristol nie etwas. Dementsprechend unaufgeregt begegne ich dem Hype um das heute erschienene dritte Album. Vielleicht auch unvoreingenommen? Obwohl ich mich von dem Fieber schon ein wenig habe anstecken lassen. Klar, die Band hat eine Unmenge von Auszeichnungen am Revert. Unter anderem Album des Jahres 1995 und den Mercury Music Prize. Nach Dummy (1994) und Portishead (1997) liegt also jetzt, nach zehn Jahren Pause, das dritte Studioalbum vor.